Der qualitative Unterschied zwischen einem Fiat und einem Ferrari ist doch in diesem Fall gar nicht gegeben. Amazon ist auch kein Auto… während das geflügelte Wort von der Unvergleichbarkeit von Äpfeln und Birnen zwar falsch ist, sind die Ergebnisse des Vergleich nicht immer besonders hilfreich, so wie hier… Es geht hier nicht um den Abglanz einer eventuell vorhandenen Qualität einer Seite, sondern darum, dass in Zukunft völlig neue Käuferstöme zu dem neuen, umfangreicheren Gesamtangebot von Amazon umgeleitet werden. Ob das 6 Miollionen wert ist? – Ich weiß es nicht… Auch die Frage, ob Hardware-Freaks noch gleich ein Buch kaufen, wenn sie denn zukünftig bei Amazon landen, mag jeder für sich beantworten… Aber IKEA verfährt ja nach dem gleichen Prinzip: Selbst wenn man nur einen Pappkarton kaufen möchte, wird man durch den ganzen Parcour von 6,8 KM längere geschleust in der Hoffnung, dass der Kunde noch etwas mitnimmt…. ich habe mich neulich erst wieder die ganzen 6,8 KM in Wiesbaden darüber geärgert und an der Kasse habe ich dann noch schnell einen Stromverteiler mit auf das Band gelegt… Hat also funktioniert.

Überleben wird im Internet-Shop-Geschäft nur: Wer etwas bietet, was der stationäre Handel nicht anbietet – z.B. ein besonderes Produkt, eine besondere Dienstleistung (einen niedrigerer Preis fällt hier nur bedingt darunter, siehe nächste Punkt) für mich sind das z.B. bei Amazon die Rezensionen von Käufern und Amazon selbst. Im Buchladen habe ich nur eine Meinung: die von der Verkäuferin im Laden. Bei den Amazon-Rezensionen kann man wenigsten zwischen den Zeilen lesen und ungefähr rausfinden, ob das Buch/CD/DVD was taugt oder nicht. Außerdem hat man eine größere Auswahl. Rund um die Uhr geöffnet hat Amazon auch. Für mich genügend Vorteile. Wer ein so großes Umsatzvolumen hat, dass er günstigere Einkaufskonditionen wie der lokale Handel (MediaMarkt, Circuit City, best buy, Metro, wal-mart, u.a.) bekommt und dadurch niederigere Preise machen kann, die ihm aber gleichzeitig die chance auf gewinne lassen. für den Buch- und CD-Handel in Deutschland trifft das ja wohl nicht zu, denn – zumindest bei Büchern (CDs?) – gibts die Buchpreisbindung und die Margen sind hier satt. Ich vermute mal Amazon.de macht gute Gewinne. Ansonsten gebe ich dir recht, Wal-Mart als größte Handelskette wird sicher günstigere Einkaufspreise bekommen als Amazon. Vielleicht noch Anbieter, die einen nur unwesentlich höheren Preis verbunden mit etwas mehr Service als im lokalen Handel (z.B. rund-um-die-Uhr Bestellung, Information und etvl. auch Lieferung durch Boten) siehe ersten Punkt.

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